Interview mit Illyana Sharrad

Eria Quint: Willkommen zu Showdown. Ich bin Ihre Gastgeberin, Eria Quint. Heute machen wir eine Pause von unserem normalen Debattenformat und führen ein Einzelgespräch mit der Imperator-Kandidatin und derzeitigen High Secretary Illyana Sharrad, um ihre Rolle in der derzeitigen Costigan-Regierung und die Richtung zu erörtern, die sie im Falle ihrer Wahl für das Imperium einschlagen würde. Willkommen zurück bei Showdown, High Secretary.

Sharrad: Schön, Sie wiederzusehen, Eria. Wie geht es Ihnen?

Eria Quint: Mir geht es gut. Schön, dass Sie heute Zeit für uns haben. Ihr Terminkalender ist unglaublich voll, wenn Sie die Auftritte der Kampagne mit Ihren täglichen Pflichten als Hoher Sekretär unter einen Hut bringen müssen. Wie schaffen Sie es, beiden Rollen die Zeit und Aufmerksamkeit zu geben, die sie verdienen?

Sharrad: Das ist nur dank des großartigen Teams um mich herum möglich. Sie beaufsichtigen das Tagesgeschäft der Kampagne und arbeiten unermüdlich an der Umsetzung der von mir gesetzten Ziele und Initiativen. Es ist komisch. Als Imperator Costigan mich bat, sein Hoher Sekretär zu werden, erklärte er mir, dass ein Führer nur so gut ist wie die Menschen, mit denen er sich umgibt, und das ist eine Philosophie, die auch ich immer wieder als wahr und richtig empfunden habe.

Als Hohe Sekretärin bin ich voll und ganz darauf angewiesen, die qualifiziertesten Personen auf lokaler, System- und Empireebene zu beschäftigen, um in der Lage zu sein, die riesige Infrastruktur des Empires zu verwalten und auf die individuelle Probleme eingehen zu können, die jedes System eben so hat. Das ist der einzige Weg, um eine wirklich sinnvolle Veränderung zu erreichen. Das ist auch der Grund, warum einer der Eckpfeiler meiner Kampagne der Aufbau einer Verwaltung ist, die sicherstellt, dass unsere Regierung auf allen Ebenen von oben nach unten arbeiten wird.

Eria Quint: Eines der Kernversprechen, das Sie gegeben haben, ist, dass Sie, falls Sie gewählt werden, einen dringenden Infrastrukturbedarf in jedem UEE-System schnell verfolgen würden. Da der Vorschlag, den ich gelesen habe, nur in groben Zügen diskutiert wird, möchte ich auf die Details eingehen.

 Sharrad: Großartig. Ich würde gerne über mein “Jump Start”-Programm sprechen.

Eria Quint: Haben Sie bereits festgelegt, welche Projekte in den einzelnen Systemen finanziert werden sollen?

Sharrad: Noch nicht. Mein Team verfügt über eine Liste von Projektvorschlägen, aber ich möchte mich mit den Governorräten der einzelnen Systeme beraten, um herauszufinden, welche Initiative den Bedürfnissen der Bewohner am besten gerecht wird, und um die aktuellsten Informationen auszuwerten, bevor ich eine endgültige Entscheidung treffe.

Eria Quint: Wird es für jedes System eine gewisse Budgetspanne geben, um eine gerechte Verteilung der Mittel zu gewährleisten? Es gibt Befürchtungen, dass sich die Systeme gegenseitig das Wasser abgraben und um Kredite kämpfen könnten.

Sharrad: Wir haben es vermieden, ein festes Budget pro System für das „Jump Start“-Programm festzulegen, da dies bestimmte Gebiete des Empires benachteiligt. Ich ziehe es stattdessen vor, wenn sich das Programm auf die potenzielle Kapitalrendite statt auf die Gesamtkosten der einzelnen Projekte konzentriert. Zum Beispiel wäre der Bau eines neuen Raumflughafens in, sagen wir, Asura erheblich teurer als die Reparatur des jetzigen. Aber wenn der neue Hafen mehr Verkehr abwickeln und den Handel besser erleichtern kann, dann wäre er für die langfristige Gesundheit der Wirtschaft des Systems vorteilhafter.

Eria Quint: Sie machen sich also keine Sorgen über die Gesamtkosten dieser Initiative?

Sharrad: Es wird natürlich eine Überlegung sein, aber keine willkürliche Zahl wird mich davon abhalten, für jedes System die richtige Entscheidung zu treffen. Diese Projekte werden Arbeitsplätze schaffen, Kapital einbringen und das Leben der Bewohner des jeweiligen Systems verbessern. Ich bin mir sicher, dass der wirtschaftliche Aufschwung, der von diesen Projekten ausgeht, letztlich die anfänglichen Kosten überwiegen wird.

Eria Quint: Das ist ein ziemlich großes Versprechen.

Sharrad: Fünf Jahre als Generalsekretärin haben mich eine Menge über das Empire gelehrt. Insbesondere, dass gute Dinge vor allem geschehen , wenn wir in uns selbst investieren.

Eria Quint: Auch wenn die meisten nicht leugnen können, dass die Lösung lokaler Probleme eine gute Sache ist, haben Kritiker immer wieder die Kosten genannt. Nichts in Ihrem Vorschlag oder einer Ihrer Kampagnenreden hat klar definiert, wie er finanziert werden soll.

Sharrad: Das liegt daran, dass „Jump Start“ nicht isoliert existiert. Es ist nur ein Teil meiner Vision für die Zukunft der UEE und wird durch Einsparungen in anderen Bereichen ermöglicht.

Eria Quint: Welche Bereiche sind das konkret?

Sharrad: Nun, wie Sie sicher wissen, würde ich dazu aufrufen, die Finanzierung von Synthworld einzufrieren, um den Fortschritt des Projekts zu überprüfen und erreichbare Ziele zu setzen. Eine solche Vorgehensweise, und sei es auch nur für einen kurzen Zeitraum, würde beträchtliches Kapital freisetzen, das eben anderweitig reinvestiert werden könnte.

Eria Quint: Die Einstellung der Finanzierung von Synthworld würde die Zustimmung des Senats erfordern, der sich dem Projekt offenbar immer noch sehr verpflichtet fühlt.

Sharrad: Zum Glück bin ich mit dem Senat ziemlich gut befreundet. [lacht] Diejenigen, die Synthworld unterstützen, wissen, dass ich nicht dagegen bin. Ich habe nur das Gefühl, dass uns der Traum ein wenig entglitten ist. Ich möchte innehalten und neu bewerten, um zu sehen, ob seine Entwicklung wirklich das ist, was wir erreichen können und wollen.

Eria Quint: Sie haben sich auch sehr lautstark zur Einführung einer Initiative namens “Aktives Engagement” geäußert. Würden Sie in Betracht ziehen, die dadurch aufgebrachten Mittel auch hierfür zu verwenden?

Sharrad: Diese Gewinne werden in erster Linie dazu dienen, das soziale Sicherheitsnetz zu stärken und ein größeres allgemeines Engagement für das Empire zu fördern.

Eria Quint: Nehmen wir uns hier einen Moment Zeit, High Secretary, um dieses „aktive Engagement“ genauer zu erläutern, denn viele unserer Zuhörer sind vielleicht nicht allzu vertraut mit den Details. Dieses Programm würde im Wesentlichen von jedem, ob Bürger oder Zivilist, verlangen, sich “aktiv an einem autorisierten Programm für den öffentlichen Dienst zu beteiligen.” Kritiker verstehen dies als einen ersten Schritt hin zu einem verpflichtenden Dienst für die Bevölkerung.

Sharrad: Nun, ich sehe die Vorteile davon in zweifacher Hinsicht. Erstens stellt die Initative sicher, dass Sozialprogramme finanzierbar bleiben. Zweitens kommt ein verstärktes bürgerschaftliches Engagement, ähnlich wie die Verbesserung der Infrastruktur selbst, dem gesamten Empire zugute und stärkt es. Es gibt den Menschen das Gefühl, Teil von etwas Größerem zu sein, und gibt ihnen ein Interesse daran, eine bessere Zukunft für alle zu schaffen.

Eria Quint: Nach diesem Vorschlag könnten Menschen aber auch den Zugang zu bestimmten Regierungsprogrammen verlieren, wenn sie nicht teilnehmen, korrekt?

Sharrad: Es gibt eine Menge Gerüchte darüber, was dieses Programm tut und was nicht. Ich möchte klarstellen, dass niemand dadurch den Zugang zu den Rechten und Dienstleistungen verliert, die ihm in den Common Laws garantiert werden. Im Wesentlichen werden diejenigen, die ein wenig zusätzliche Hilfe benötigen, diese erhalten, indem sie ein wenig zurückgeben. Wenn jemand zum Beispiel Hilfe braucht, um sich ein Zimmer in einer Wohnungsvermittlung zu leisten, könnte er ehrenamtlich in einer örtlichen, von der Regierung betriebenen Lebensmittelbank arbeiten.

Eria Quint: Die Mehrheit der Menschen, die auf Sozialprogramme angewiesen sind, sind Zivilisten und können nicht für den Imperator stimmen. Was möchten Sie den Zivilisten sagen, die vielleicht besorgt darüber sind, dass Sie eine solch monumentale Änderung ihrer Lebensweise einführen möchten?

Sharrad: Veränderungen sind oft hart, aber notwendig. Ich glaube, dass die UEE im Rahmen dieses aktiven Engagements in der Lage sein wird, diese Sozialprogramme auch in Zeiten, in denen wir etwa mit einem Haushaltsdefizit konfrontiert sein werden, stark zu bleiben. Darüber hinaus können einige der damit verbundenen Möglichkeiten dazu führen, dass eine Einzelperson zum Beispiel die Staatsbürgerschaft erwirbt, was ihren Beitrag zur Zukunft der UEE in vielfältiger Weise erhöhen wird, einschließlich der Wahl des Imperators selbst.

Eria Quint: Wenn wir uns speziell auf diese bevorstehende Abstimmung konzentrieren, warum glauben Sie, dass Imperator Costigan Ihre Kampagne nicht unterstützt hat?

Sharrad: Das müssen Sie ihn fragen. Ich habe großen Respekt vor Imperator Costigan und der schwierigen Situation, in der er sich befindet, da sein Sohn auch noch im Rennen ist. In Anbetracht der Umstände halte ich es für richtig, dass er neutral bleibt. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass die Universal Party mich offiziell als ihren Kandidaten bei dieser Wahl unterstützt hat.

Eria Quint: Es kursieren Berichte, dass Sie und der Imperator seit Wochen nicht mehr gesprochen haben.

Sharrad: Wie Sie gleich zu Beginn erwähnten, war ich unglaublich beschäftigt, aber meine Mitarbeiter standen in ständiger Kommunikation mit dem Büro des Imperators.

Eria Quint: Sein Schweigen enttäuscht Sie also nicht? Es ist ziemlich ungewöhnlich, dass ein amtierender Imperator den bevorzugten Kandidaten seiner Partei so spät im Wahlkampf nicht unterstützt.

Sharrad: Hören Sie, ich glaube nicht, dass diese Wahl auf eine einzige Frage hinauslaufen wird. Bei dieser Wahl wird es darum gehen, wessen Ideen und Visionen für die Zukunft des Empires am inspirierendsten sind. Deshalb bin ich heute hier, um mit Ihnen über meine Vision zu sprechen, und ich werde bis zum Ende der Wahl am 24. Oktober unermüdlich mit jedem, der bereit ist, zuzuhören, daran weiter arbeiten.

Eria Quint: Die Hohe Sekretärin Sharrad und ich haben noch viel mehr über ihre Vision zu besprechen, aber zuerst müssen wir eine kurze Pause einlegen. Gehen Sie nirgendwo hin, denn gleich danach geht es weiter.

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