Alles nur für Buba

Von Hyänen, Fröschen, Mäusen und einem wild gewordenen Doc

Von Josssh

2949-09-16, Bronx – New York – Erde

Eine schäbige verlassene Seitenstraße, irgendwo inmitten von Hochhausschluchten, Rotlichtvierteln, Drogenhöhlen und kriminellen Stützpunkten jeglicher Couleur. Eine ältere beleibte Frau schreitet durch die schmutzige Gasse, die überzogen von Unrat, Essensresten und Unmengen leerer Schnapsflaschen, mehr Ungeziefer beheimatet, als menschliche Bewohner. Die Frau schließt eine Tür auf, schaltet das Licht ein, legt ihren Mantel ab und setzt sich an einen Schreibtisch, der umringt ist von Kartei- und Aktenschränken. Dann betätigt sie die Wechselsprechanlage. „Morgen!“, knurrt sie ungehalten in das Gerät, deaktiviert es wieder und widmet sich den diversen Unterlagen auf dem Schreibtisch. Ihr Gesichtsausdruck ist übellaunig.

Im Nebenzimmer schreckt ein ähnlich beleibter älterer Mann auf, dessen Kopf gerade noch laut schnarchend auf einer Tischplatte geruht hatte, die mit ähnlich viel Unrat überzogen ist, wie die Straße vor der Tür. Er ist unrasiert, seine Augen sind blutunterlaufen und sein Arztkittel von dermaßen vielen undefinierbaren Flecken übersät, das sich das Weiß darunter kaum noch erkennen lässt. Suchend wandern seine roten Augen über das Chaos auf dem Schreibtisch. Dann wandelt sich sein Gesichtsausdruck in Freude, als er das Gesuchte gefunden hat. Zwischen einer Papp-Dose mit China-Nudeln, einer alten schimmeligen Ravioli-Dose und diversen verschmierten Papierbergen fischt er eine Flasche Bourbon hervor, mustert den kleinen verbliebenen Rest kritisch mit seinem intakten Auge, zuckt dann mit den Schultern und trink ihn in einem Schluck aus. Dann betätigt er ebenfalls die Wechselsprechanlage. „Werte Ms. Hammersmith, sagen sie mir doch bitte, welche Termine heute Morgen anstehen?“ Seine raue Stimme ist verwaschen und macht deutlich, wie er den gestrigen Abend verbracht hatte.

„Keine!“ dringt es unfreundlich aus dem Gerät. „Was? Das kann doch nicht sein! Keine Schusswunden, Stichverletzungen, Überdosen oder sonstigen Vergiftungen?“ „Nein!“ „Ja das gibt’s doch nich! Was machen die jungen Leute denn da drauß’n? Die sind doch sonst auch immer mit irgendwelchem Unfug beschäftigt! Das kann nich sein! Ihr Terminkalender stimmt bestimmt nicht. Ich schau mal in meinem nach.“ Der Doctor kramt in dem Durcheinander auf dem Tisch herum. „Sagen Sie“, fragt er nach einer Weile, „haben Sie ihn irgendwo gesehen?“ „Nein habe ich nicht! Und ich komme auch nicht zu Ihnen rein, um beim Suchen zu helfen. NICHT, bevor Sie da aufgeräumt haben! Und ehe Sie fragen, NEIN, ich helfe auch nicht beim Aufräumen. Ich bin Ihre Sprechstundenhilfe und NICHT Ihre Putzfrau!“, schnaubt sie wütend und deaktiviert das Gerät.

Der Arzt lässt sich in keiner Weise durch den unfreundlichen Tonfall irritieren und sucht weiter. Als er ein schmutziges Unterhemd, das er zusammengerollt als provisorisches Kopfkissen benutzt hatte, zur Seite schiebt, findet er es. Es liegt aufgeschlagen darunter. Er hatte die ganze Nacht schlafend darauf verbracht. Mühsam versucht er den einzigen Eintrag auf den Seiten zu entziffern, was sich als ausgesprochen schwierig gestaltet. Das einzige was noch erkennbar ist, liest sich so: „B.uba…. Geburt….“

Verwirrt starrt er auf das Geschriebene. Dann betätigt er wieder die Wechselsprechanlage. „Sagen Sie, Ms. Hammersmith, wissen Sie zufällig, ob wir eine Patientin namens Buba haben?“ „Nein, haben wir nicht!“, klingt es mürrisch aus der Anlage. „Sind Sie ganz sicher?“ Die Antwort folgt prompt. „Ganz sicher!“ Der Doctor kratzt sich am Kinn. „Seltsam. Ich habe hier einen Termin vermerkt, dass ich bei einer Frau Buba eine Geburtshilfe leisten solle. Und dass, obwohl ich doch eigentlich keine Geburten durchführe! Das ist doch gar nicht meine Kernkompetenz.“ Es knarzt in der Anlage. „Was auch immer Sie machen, sollten Sie schnell machen, damit Geld in die Kasse kommt, denn wenn das nicht passiert, dann kündige ich!“, knurrt sie und deaktiviert wieder die Anlage. Verwirrt starrt der alte Arzt auf das Geschriebene. Nach einer Weile knarrt die Anlage erneut. „Ich vermute mal, das, was Sie da geschrieben haben, soll sie an den Geburtstag ihres Freundes Brubacker erinnern“, klingt es erneut mürrisch aus dem Gerät. „Jedenfalls, wenn ich Ihre Sauklaue auf den Stickern richtig deute, die Sie hier überall verteilt hingeklebt haben!“

„Natürlich!“ Der alte Mann klatscht sich mit der Handfläche auf die Stirn. „Wie konnte ich das nur vergessen!“ „Na, weil Sie ständig alles vergessen! Selbst die Sticker, die Sie hier überall verteilen! Und wenn ich daraus richtig schließe, haben wir heute keine Termine und ich kann nach Hause gehen!“ Sie wartet erst gar nicht auf eine Antwort, sondern deaktiviert erneut die Anlage. Der Arzt aber lehnt sich nachdenklich zurück. „Hm, was mach ich denn jetzt?“, überlegt er laut. „Eigentlich hat er mich ja eingeladen, aber das kriege ich bei meiner klammen Auftragslage nicht hin. Ich kann mich hier nicht loseisen, jeder potenzielle Patient ist wichtig! Aber ein kleines Geschenk muss ich ihm zumindest zukommen lassen. Aber was schenke ich ihm bloß?“

Mit grübelnder Miene starrt er in den Raum. „Wie alt wurde er denn noch gleich? War das nicht ein runder Geburtstag? Ja genau, er feiert seinen 50sten! Mensch, auch schon ein alter Knabe! Was schenkt man denn einem Mann in fortgeschrittenem Alter? Vielleicht eine Flasche von meinem Bourbon?“ Kritisch schaut er auf seine zittrige Hand. „Nein, das geht nicht, den brauch ich selber zum Operieren. Was ginge denn noch? Ah ja, da fällt mir etwas ein! Ich habe doch irgendwo noch Gutscheine für meine Rabattaktion über plastische Gesichtschirurgie. In dem Alter treten schließlich Tränensäcke, Krähenfüße und Doppelkinne überdeutlich zutage! Das ist genau das Richtige! Er hat ja schließlich seine besten Tage auch schon lange hinter sich! Mal sehn, wo habe ich die denn?“

Er zieht verschiedene Schubladen auf und kramt darin herum. Nach einer Weile zieht er eine alte Socke und eine verschmutzte Unterhose hervor. „Ach, da sind die guten Teile, wie kommen die bloß da hinein?“ Er kramt weiter. „Ah da sind sie ja! Und kaum verknittert.“ Dann schnüffelt er an dem Papier. „Hm, das riecht aber seltsam. Nee, das kann ich so nicht verschicken! Das ist ideal für die nächste Anästhesie, da kann ich es gut gebrauchen. Und wir wollen doch nicht, dass es das gute Brubäckerchen aus den Schuhen haut.“

Er verstaut den Gutschein wieder in der Schublade und packt Socke und Unterhose darüber. „Was ginge denn sonst noch? Er redet doch immer davon, dass er Kinder sehr gerne mag. Hat er eigentlich schon welche?“ Wieder starrt der alte Arzt grübelnd in den Raum. „Nein, das kann nicht sein, er kann keine Kinder haben! Er hat mir doch einmal unter vier Augen und nach einigen Flaschen Bourbon erzählt, dass er Jungfrau sei! Und sehr strukturiert und ordnungsliebend… eben, weil er Jungfrau sei. Ich habe den Zusammenhang zwar nie verstanden, habe ihm aber versichert, es auf keinen Fall weiter zu erzählen! Außerdem bin ich ja Arzt! So peinliche private Details fallen auf jeden Fall unter die ärztliche Schweigepflicht!

Aber war er nicht irgendwie verheiratet? Hm, doch, auf jeden Fall, er hat es mir doch damals ganz stolz erzählt, dass er diese Klingonin geheiratet hat! Meine Herrn, sagte ich damals, da musst du aber auf Zack sein. Klingonische Frauen sollen sehr anspruchsvoll sein, wie man so hört – also was das eheliche Nachtleben angeht! Ihr Appetit sei enorm, so erzählt man sich. Aber warum hat er dann noch keine Kinder? Das geht doch fast gar nicht! Eigentlich müsste er bei einer solchen Frau bereits einen ganzen Stall voller kleiner Halb-Klingonen zuhause rumflitzen haben! Es sei denn …? Nein! Oh Gott! Das wäre ja furchtbar! Aber es ist die einzige Erklärung! Der kleine Bru vom großen Bru hat Probleme mit dem Backen! Oje, das wird es sein! Da muss ich auf jeden Fall ärztlich tätig werden! Nicht nur als der Mediziner seines Vertrauens, sondern auch von Freund zu Freund! Vor allem bei einer klingonischen Ehegattin! Klingonische Frauen können sehr übellaunig werden. Ihre bevorzugte Alternativbeschäftigung soll dann das Ritzen von kunstvollen Tätowierungen mithilfe ihres kuth´luch`s in den Rücken der besagten Hälfte sein! Oh Gott, das muss ich sofort unterbinden! Der arme Brubacker hat sicherlich schon die halbe sixtinische Kapelle auf seiner rückwärtigen Körperseite! Wie er das bloß all die Jahre aushalten konnte? 

Hach, ich erinnere mich noch, wie ich diesem bezaubernden Ehepaar von Bremen II zu Nachwuchs verholfen habe. Das ging sogar durch die Presse. Elflinge – elf Kinder bei einer Geburt, das hatte es noch nie gegeben! So ein wunderschönes Erlebnis!“ Selig lächelnd starrt der Doc ins Leere. Dann aber wird sein Blick wieder ernst. „Ich habe nie verstanden, warum sie nach ihrem Reha-Aufenthalt die Kopfgeldjäger auf mich angesetzt hat! Ja, so sind die Menschen, nur Undank! Aber dem lieben Brubäckerchen werde ich sicherlich eine Freude damit machen. Und seiner Frau erst …!

Mühsam kämpft sich der Doctor durch den Unrat, der sein Sprechzimmer überzieht, kramt in diversen Schränken und Regalen herum und zieht schließlich eine kleine Dose aus einem Kräuterregal hervor. Triumphierend hält er sie hoch, doch als er den Deckel öffnet, sieht er darin nur Leere. „Verdammt, ich war mir sicher, ich hätte noch welche vorrätig! Nun, dann nützt es alles nichts, dann muss ich eben noch einmal los. Es wird zwar nicht ganz ungefährlich mich in das nächste Vanduul-System zu begeben, aber für einen guten Freund nimmt man so etwas gerne auf sich.“

Schnell tippt er auf sein MobiGlas, bestellt sich ein Taxi und lässt sich zum Raumhafen bringen. Dreißig Minuten später betritt er den ihm zugewiesenen geräumigen Hangar des New Yorker Raum-Airports. Dieser Hangar wurde schon bei Gründung des Airports von einem Urahn angemietet und befindet sich seitdem in Familienbesitz. Als sich das schwere Hangar-Tor öffnet und langsam das Licht aufflammt, erschließt sich dem Auge ein ähnliches Chaos wie in den Arzträumen des Doctors. Die Kombination aus „Alt“ und „Nie geputzt“ ergibt ein Inneres, das mehr einer antiken Ruine ähnelt, statt an einen modernen Raumhangar. Die darin befindlichen Fahrzeuge machen keinen wesentlich besseren Eindruck.

Völlig verdreckt, teilweise verrostet und extrem verbeult ist es ein Wunder, dass die dort stehenden Schiffe überhaupt noch eine Startgenehmigung bekommen. Keuchend, niesend und mit rudernden Armen kämpft sich der Doctor durch Spinnweben und Staubwolken. An einer Cutlass Red macht er Halt, klettert in das Innere und aktiviert die Bord-Elektronik. Zischend und Funken sprühend springt sie stotternd an, flackert ein paar Mal und verstirbt dann jaulend. Langsam klettert er aus dem dunklen Inneren und geht zum nächsten Raumgleiter. Das Bild ist hier ähnlich. Nach und nach schreitet er die unterschiedlichsten Raumfahrzeuge ab, doch entweder funktionieren Antriebe und Elektronik nicht mehr, oder die Schiffe besitzen nicht genügend Treibstoff, um überhaupt erst vom Boden zu kommen. Doch bei einer alten Freelancer hat der Doc schließlich Erfolg. Zwar hat auch sie nicht zu übersehende Verschleißspuren, doch die Tankanzeige ist gefüllt und die Antriebe scheinen ebenfalls noch zu funktionieren. Langsam lässt er die Heckklappe nach unten fahren. Dann verlässt er das Fahrzeug wieder und kämpft sich erneut suchend durch den vermüllten Hangar. In einer entfernten Ecke wird er fündig. „Ah, da ist ja das gute Stück!“, ruft er freudig auf und schlägt eine alte staubige Plane zur Seite, die ein Bodenfahrzeug bedeckt. Ein alter, rostiger Tumbril Storm, der Vorgänger des Cyclone kommt zum Vorschein.

„Jetzt brauche ich nur noch meine Hyänen-Ausrüstung. Schauen wir doch mal, wo ich die habe.“ Er öffnet alte Metallspinde, deren Unrat sich, kaum hat er die Türen geöffnet, laut rumpelnd ins Freie ergießt, doch das scheint den alten Mann kaum zu stören. Vergnügt lächelnd kämpft er sich durch den Müll, bis er einen alten Koffer erspäht. Ja, das muss er sein!“ Mühsam schiebt er den über den Boden verteilten Krempel wieder in den Schrank und mithilfe seines ganzen Körpers schließt er die Türen.

„Schauen wir doch mal nach, ob alles Erforderliche noch da ist! Leine und Halsband – check – Mausefalle – check – Distanzstange – check – Käse …“ Er schnüffelt an einem alten bröckeligen Stück Harzer Käse. „… hm, etwas schimmelig, aber dafür ein äußerst aromatisches Duftaroma! Käse – check -. Ich glaube, ich habe alles dabei. Dann kann es ja losgehen.“ Er schmeißt den Koffer auf den hinteren Ladebereich des Tumbril Storm`s, setzt sich dann hinter das Steuer, startet den Wagen und fährt ihn über die Rampe ins Innere der Freelancer. Der Laderaum des Schiffs ist nun fast vollständig von dem Bodenfahrzeug ausgefüllt und so kämpft sich der Doctor mühsam aus dem Wagen und den schmalen Seitenraum entlang bis zum Cockpit. Als er die Elektronik gestartet hat, und beim Tower um Starterlaubnis bittet, bekommt der dort diensttuende Lotse einen Schreikrampf.

Die Rettungskette wird aktiviert, Löschfahrzeuge rasen unter lautem Sirenengeheul aus ihren Garagen, gefolgt von Krankenwagen und technischem Hilfswerk. Der Doctor jedoch scheint die ausbrechende Panik überhaupt nicht mitzubekommen. Fröhlich ein Lied pfeifend startet er das Triebwerk und unter laut kreischenden Thrustern erhebt sich die Freelancer langsam aus dem Inneren des Hangars. Sie steigt höher, überfliegt den Tower, sackt dort wieder ab, da kurzzeitig die Antriebe versagen, schrammt dabei das Dach des hohen Turms, sodass im Inneren der Putz von der wackelnden Decke rieselt und die Elektronik flackernd ausfällt, dann aber springen die Motoren wieder stotternd an und schwerfällig hüpfend entschwindet das alte rostige Raumgefährt langsam im Nachthimmel.

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Zwei Tage später an der Grenze zum Vanduul Gebiet.

Die alte Freelancer hat die zahlreichen Sprünge relativ unbeschadet überstanden und gleitet nun langsam, mit minimaler Energiesignatur auf den Planeten Tomb zu. Als sie die Atmosphäre durchdringt, deaktiviert der alte Mann alle Lichter, sinkt schnell tiefer, um dann dicht über den Boden fliegend allen möglichen Radaren zu entgehen. Verschluckt von tiefer Dunkelheit gleitet er langsam über den sandigen Wüstenboden, bis er schließlich ein savannenähnliches Gebiet erreicht, auf dem er landet. Er entlädt den Tumbril, besteigt ihn und fährt in die Nacht hinaus. Immer wieder hält er an und schaut sich mit Hilfe der aktivierten Nachtsichtfunktion seines Helms suchend um. Nach einer Weile hat er etwas Passendes gefunden.

„Sieht perfekt aus!“, sagt er nach einer Weile. „Ein kleiner Tümpel, geringer Pflanzenbewuchs, und dort eine Steinformation. Dann wollen wir mal anfangen. Das Geheimnis der Jagd auf die einheimische Stachelfell-Hyäne ist ein genügend großer Vorrat an tiberischen Springmäusen, die gerne zwischen solchen Felsformationen ihre Höhlen bauen! Im Grunde reicht ein Pärchen, denn unter den hiesigen lebensunfreundlichen Bedingungen vermehrt sich alles so rasend schnell, dass man dabei zusehen kann!“ Der alte Arzt baut die Mausefalle auf und deponiert ein Stück des Käses in das gitterförmige Innere. Dann legt er sich auf die Lauer. Es dauert nur wenige Minuten und das erste Tier kommt auch schon angehüpft. Kaum ist die Maus in den Käfig geklettert und hat begonnen an dem Käse zu knabbern, rasselt die Tür der Falle nach unten und schließt das Tier ein. Freudig springt der Doctor auf, fingert die Maus aus der Falle und sperrt sie in einen großen Koffer. Diese Prozedur wiederholt er einige Male, bis er einen genügend großen Vorrat an Tieren zusammen hat.

„So, jetzt kommt die zweite Phase! Jetzt wird’s heikel. Als erstes müssen wir eine männliche Hyäne finden und dann müssen wir uns bei ihr einschmeicheln.“ Er entnimmt dem Koffer eine Maus, bindet ihr einen Faden um ihren Leib und befestigt dann Faden und Maus an der Distanzstange. Etwas weiter, am Ende der Stange befestigt er die Leine. Dann schreitet er vorsichtig über den Wüstenboden und imitiert dabei die Geräusche der Hyäne. „Hyäääähähähähä, Hyäääähähähähä!“, schreit er laut in die Nacht hinaus und klingt dabei als würde ein Wahnsinniger irre kichernd versterben. Doch nach einiger Zeit sieht er eines der gesuchten Tiere. Vorsichtig schnüffelnd nähert sich die Hyäne. Sie ist ausgesprochen hässlich und ihre braunen Fellhaare stehen, wie bei einem Igel, steil vom Körper ab.

„Komm, putt putt putt! Ich habe hier ein leckeres Mäuschen, komm, putt putt!“, ruft er dem Tier entgegen. Vorsichtig beäugt ihn die Hyäne und traut sich noch nicht recht heran. Nach einer Weile aber siegen Gier und Hunger und so schleicht sie langsam heran und schnappt nach der Maus. In diesem Moment zieht der Doctor die Distanzstange zurück und streift dabei Leine und Halsband über den Kopf des Tieres. Wütend schreit das Tier auf und versucht zu entkommen, doch die Leine liegt eng um den Hals des Tieres. Mit beiden Beinen stemmt sich der alte Arzt in den sandigen Boden, die Leine fest in der Hand haltend. Dann greift er erneut zum Koffer, zieht eine weitere Maus hervor und schmeißt sie der Hyäne zu. Die fängt das kleine Tier direkt aus der Luft, schlingt sie mit einem Mal hinunter und leckt sich dann das Maul. Weitere Mäuse fliegen durch die Wüstennacht und jedes Mal fängt die Hyäne sie geschickt auf, um sie anschließend laut schmatzend zu verspeisen. Nach einer Weile und unter dem Einfluss der großzügigen kulinarischen Versorgung, findet sich die Hyäne schließlich mit ihrem Schicksal ab. Zutraulich trottet sie zu dem Arzt und hockt sich neben ihn. Der will das Tier zärtlich streichen. Doch kaum hat seine Hand das Fell berührt, zieht er sie auch schon wieder schreiend zurück. „Au, verdammt!“, schimpft er laut und zieht sich das stachelige Haar aus der Handfläche. „Ganz vergessen, verdammter Mist!“ Die Hyäne beäugt ihn und kichert dabei schadenfroh.

„Na warte“, knurrt er in Richtung des Tieres. „Wenn wir zuhause sind, vergeht dir das Lachen.“ Dann aber greift der Doc wieder in den Koffer, in dem es inzwischen hoch hergeht. Vermehrung und Geburt der Mäuse vollzieht sich im Minutentakt und der freie Raum im Koffer schwindet zunehmend. Er zieht eine weitere Maus hervor und füttert damit die Hyäne. Das Tier ist mittlerweile so zutraulich, dass es ihm aus der Hand frisst. „So, dann wollen wir dich mal untersuchen!“ Er wendet sich langsam Richtung Hinterteil des Tieres. Kommen wir zum zweiten Punkt und der ist genauso wichtig. Der einheimische Spritz-Leich-Frosch! Er nistet sich bevorzugt zwischen den Haaren der Stachelfell Hyäne ein und bildet somit eine für ihn überlebenswichtige Symbiose, will er seine Art erhalten. Er verbindet seinen Laich mit den stacheligen Haaren der Hyäne. Wird die Hyäne bedroht, schießt sie in einem Abwehrreflex ihre Haare von sich und in den Feind, was ausgesprochen schmerzhaft ist. Gleichzeitig verschießt sie dabei aber auch den Laich des Frosches und verteilt ihn somit auf neuen Trägern, die dann die potentiellen Nachkommen zu den sehr spärlich vorhandenen Tümpeln transportieren, um dort zu trinken. Hier in der freien Wildbahn ist das ungefährlich und für den Frosch ideal. Auf einem Raumschiff aber ist es ein ausgesprochenes Übel!“

Vorsichtig umrundet der Doctor die Hyäne, begutachtet sie von allen Seiten, kniet sich dann nieder und späht auf den Bauch des Tieres. „Das Schlimme ist, dass die jungen Frösche so klein sind und sich sehr gut im Fell verstecken können. Doch ihr Wachstum ist genauso rapide wie alles hier und innerhalb kürzester Zeit können sie die Größe eines Ochsenfrosches von der Erde erreichen. Aber bei dir, scheint alles gut zu sein“, sagt er zu der Hyäne, „ich kann keinen Frosch  entdecken. Dann können wir ja los!“

Der Doc steht auf und geht, das Tier an der Leine neben sich führend, zurück zum Tumbril. Die Hyäne klettert auf den Beifahrersitz, der Koffer kommt auf die rückwärtige Ablage und der Doctor setzt sich ans Steuer, startet das Fahrzeug und zurück geht’s zum Raumschiff. Als er den Wagen wieder im Laderaum der Freelancer verstaut hat, versucht er der Hyäne begreiflich zu machen, auf dem Sitz des Bodenfahrzeugs sitzen zu bleiben. Doch das Tier ist mittlerweile so zutraulich, dass es ihm hinterher trottet. Seufzend akzeptiert der Doc das nicht zu Ändernde, betritt das Cockpit und startet die Maschinen. Derweil hat die Hyäne auf dem Copiloten-Sitz Platz genommen. Mit äußerster Ernsthaftigkeit betrachtet sie die Armaturen. Der Doctor schaut zu ihr hinüber. „Und, sind wir abflugbereit?“ Die Hyäne gibt ein keckerndes Geräusch von sich, das wie ein „Check!“ klingt. Der Doctor nickt, fährt das Triebwerk hoch und langsam, mit äußerst schwacher Energiesignatur verlässt das Schiff den Planeten.

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Einige Stunden später.

Sie hatten bereits einen großen Bereich des Vanduul-Raums durchflogen, da nähert sich ein Geschwader von Raumjägern mit großer Geschwindigkeit ihrem Flugvektor. Nervös startet der Arzt einen Passiv-Scan. Kurze Zeit später bekommt er die Bestätigung: Es sind Vanduul-Jäger! Panisch rutscht er in den Fußraum und versteckt sich. Verwirrt schaut die Hyäne auf ihn hinunter. „Die kennen mich, die dürfen mich hier nicht entdecken, ich habe einem ihrer Häuptlinge mal ein Wundermittel gegen Fußpilz und kreisrundem Schuppenausfall angedreht, was aber leider nicht geholfen, sondern nur zu hühnereigroßen Hämorrhoiden geführt hat. Seitdem sind die stinksauer auf mich! Du musst uns hier irgendwie rausbringen. Dich kennen sie nicht und außerdem bist du ja ein Vanduul-Angehöriger“, flüstert der Arzt ängstlich. Mittlerweile hat der Verbund sie erreicht und sendete eine Aufforderung zum Aktivieren des visuellen Sprachkanals.

„Los! Sag irgendwas!“, zischt der Doctor der Hyäne von unten panisch zu, greift nach oben auf die Armaturen und aktiviert den Kommunikator. Auf Seiten der Vanduul erscheint nun auf den Bildschirmen der Kopf der Hyäne, die in die Kamera blickt. Verwirrt starren sich die Krieger an. Sie hatten wohl mit allem gerechnet, nur nicht mit einem Tier ihres Volkes. „Krska ross krisk!“, sagt schließlich einer der Piloten in strengem Tonfall, was soviel heißt wie: Was hast du hier zu suchen!“ Die Hyäne gibt halb keckernde, halb kichernde Geräusche von sich. Das aber vergrößert die Verwirrung der Vanduul nur noch mehr. Aufgeregt beginnen sie aufeinander einzureden. Diese Verwirrung ausnutzend, greift der Doctor aus dem Fußraum nach oben und schiebt den Schubhebel vorsichtig nach vorn. Mit langsamem Flug entfernt sich die Freelancer von dem Verband.

Die Vanduul scheinen davon nichts zu bemerken, da sie noch immer aufgeregt aufeinander einreden und wohl darüber diskutieren, ob eine einheimische Hyäne eine gültige Flugberechtigung hat oder nicht. „Puh!“, stöhnt der Doctor und krabbelt wieder aus seinem Fußraum hervor. „Jetzt aber nichts wie weg!“ Er beschleunigt mit höchster Geschwindigkeit und schnell entfernt sich die Freelancer.

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Erneut einige Stunden später.

„So, mein Lieber, wir haben gleich die Grenze erreicht, dann sind wir in sicherem Gebiet!“, sagt der Doctor freudig und blickt zu der Hyäne hinüber. Doch kaum hat er ihr seinen Blick zugewendet, da erstarrt er auch schon vor Schrecken. Auf dem Nacken des Tieres sitzt ein kleiner Frosch! „Verdammt!“, flucht er, „habe ich doch tatsächlich eines dieser Mistviecher übersehen!“ Entsetzt starrt er auf den Frosch, dem man beim Wachsen zusehen kann. Wenige Minuten später hat er aufgrund des enormen tiberischen Metabolismus bereits die Größe eines Laubfroschs erreicht und wächst ständig weiter. „Was mach ich denn jetzt bloß?“, flucht der Doctor leise vor sich hin. Er hadert noch mit sich selbst, da nähert sich ihm ein UEE-Gleiter. Als dieser in Kommunikationsreichweite ist, funkt er die Freelancer an. „Achtung, Freelancer! Hier UEE Grenzpatrouille! Stoppen Sie die Triebwerke und kommen Sie längsseits, wir kommen an Bord, um ihre Ladung zu überprüfen!“

Nun wird der Doctor noch panischer. „Nein, das geht nicht! Auf keinen Fall! Mein Schiff steht unter Quarantäne! Sie können unmöglich an Bord kommen!“, ruft er aufgeregt. „Wer hat Sie unter Quarantäne gestellt?“, fragt der Grenzer skeptisch. „Ich mich selbst! Ich bin Arzt und wir haben einen gefährlichen Parasiten an Bord! Kommen Sie auf keinen Fall, das ist lebensgefährlich!“ „Hören Sie,  guter Mann, wir hören diese Ausreden jeden Tag. Stoppen sie jetzt die Triebwerke, sonst eröffnen wir das Feuer!“

Resignierend seufzt der Arzt, stoppt den Flug und öffnet die hintere Heckklappe. Dann schaut er zu der Hyäne hinüber. Der Frosch auf ihrem Nacken ist nun faustgroß. Dicke Laichschwaden laufen aus seinem Hinterteil und verteilen sich über dem Fell der Hyäne die traurig und angeekelt zu dem Doctor zurückblickt. „Ihr bleibt auf jeden Fall hier sitzen und rührt Euch nicht!“, sagt er streng zu Hyäne und Frosch. „Ich regle das!“ Dann verlässt er das Cockpit und betritt den Laderaum, in dem gerade zwei der Grenzbeamten eingetroffen sind. „Art und Menge der Ladung?“, fragen sie bestimmt. „Eine Hyäne und ein Frosch. Die Hyäne ist bewaffnet und der Frosch gefährlich! Sie gehen besser wieder!“ „Natürlich Opa!“, antwortet einer der Männer abfällig. „Noch so eine dumme Lüge und wir nehmen Sie fest!“ Dann beginnen beide Männer den Laderaum zu durchsuchen. Einer von ihnen findet den Koffer mit den Springmäusen und öffnet ihn.

Der Doctor schreit noch „Neiiiin!“. Doch es ist bereits zu spät. Hunderte von Mäusen ergießen sich in den Laderaum. Schnell springt der Arzt auf den Koffer und klappt ihn wieder zu. Die Mäuse springen aufgeregt umher und die Grenzbeamten schlagen wild um sich, um die kleinen Nager abzuwehren. Von dem Geruch angelockt kommt die Hyäne in den Laderaum gerannt. Gierig stürzt sie sich auf die Mäuse und schnappt nach ihnen. Als die Beamten das Raubtier sehen, ziehen sie ihre Waffen und zielen auf das Tier. Die Hyäne aber erkennt die Bedrohung, richtet ihre Haare auf und feuert sie in einer gewaltigen Salve in Richtung der Männer. Tausende kleiner Haare, spitz wie Nägel, bohren sich in die Raumanzüge der Grenzbeamten und mit ihnen eine ebenso große Menge Froschschleim. Die Männer schreien auf. Die spitzen nadeligen Haare durchdringen den Stoff und verursachen furchtbare Schmerzen. Außerdem macht der Froschschleim, der die Anzüge und Helme überzieht, nahezu blind. Schmerzerfüllt und panisch flüchten die Männer aus der Freelancer und fliegen eilig zurück zu ihrem Raumschiff. Der Arzt aber zuckt nur mit den Schultern. „Ich hatte sie gewarnt!“, sagt er ruhig und kehrt dann in sein Cockpit zurück.

Der Kommunikationskanal ist noch immer offen und so erkennt man, wie in dem Schiff der Grenzpatrouille, auf der die beiden Männer mittlerweile eingetroffen sind, tausende der Laich-Eier aufploppen und kleine Frösche in die Freiheit entlassen. Man erkennt orientierungslos umher rennende und um sich schlagende Männer, die dann auf dem Laich ausrutschen … stürzen, … sich wieder aufrappeln, … wieder stürzen … etwas geht zu Bruch … eine Stromleitung wird abgerissen, zischt und sprüht Funken … etwas explodiert. Dann erlischt das Bild und man erkennt in einiger Entfernung, wie sich der Gleiter der Patrouille langsam trudelnd und funkensprühend entfernt.

Arzt und Hyäne haben mittlerweile wieder auf ihren Sitzen Platz genommen. Der Doc startet die Triebwerke, da stößt das Vanduul-Geschwader aus dem Raum und eröffnet das Feuer. Offensichtlich haben sie den Schwindel mittlerweile durchschaut und kochen nun vor Wut. Der Arzt schiebt panisch den Schubhebel bis zum Anschlag und beschleunigt mit allem, was die Triebwerke hergeben. Gleichzeitig sendet er einen Notruf. „Mayday, Mayday! Wir werden angegriffen!“, schreit er um Hilfe. Die Freelancer rast durch den Raum, doch die Vanduul-Jäger sind schneller, haben das Schiff bald erreicht und schießen aus allen Rohren. Der Doctor weicht in einem chaotischen Zickzack-Flug den Schüssen aus, doch ist bald abzusehen, dass das nicht lange gut geht und nur eine Frage der Zeit ist, bis sie getroffen werden. In diesem Moment bricht, durch den Notruf alarmiert, die dritte UEE- Grenzflotte aus dem Raum und eröffnet ebenfalls das Feuer. Die Vanduul lassen von der Freelancer ab und stürzen sich auf die Grenzflotte. In dem Durcheinander von Laserschüssen und Raketensalven schleicht sich der Arzt in schnellem Flug davon.

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Zwei Tage später.

Arzt, Hyäne und Frosch sind sicher auf der Erde gelandet und erreichen nun, am frühen Morgen des 15. Septembers 2949, die kleine Seitengasse in New York, in der die Praxisräume des Arztes liegen. Er führt die Hyäne an der Leine neben sich, deren Fell vollständig von Froschschleim überzogen ist. Der dafür verantwortliche Frosch sitzt noch immer auf seinem Nacken und hat mittlerweile die Größe eines einheimischen Ochsenfrosches erreicht. Der Arzt will gerade die Tür zu seinen Räumen öffnen, da wird selbige von der erbosten Ms. Hammersmith aufgerissen. „Wo sind Sie gewesen!“, schreit sie ihn an. „Hier waren unzählige Patienten, die gutes Geld gebracht hätten! Aber nein, der Herr Doctor muss ja Urlaub machen! Und die Kasse ist immer noch leer! Mir reicht’s, ich kündige!“ Kaum hat sie ausgesprochen, da fällt ihr Blick auf die Hyäne. Panisch schreit sie auf und reißt die Arme in die Höhe. Die Hyäne erschreckt sich nicht minder, als die massige Frau vor ihr schreiend die Arme in die Höhe wirft und in einem Abwehrreflex schießt sie alle Haare von sich.

Der Frosch auf der Hyäne wird von den Haaren mitgerissen. Die Haare bohren sich in Haut und Kleidung der Frau, die entsetzt weiter schreit. Mit den Haaren folgt der Schleim, der nun ebenfalls ihren ganzen Körper überzieht. Der davongeschleuderte Frosch landet zu allem Übel nach einem kunstvollen dreifachen Salto auch noch auf ihr und krallt sich in ihre Kleidung. Panisch schreiend und wild um sich schlagend, stürzt die dicke Frau aus dem Haus und durchquert die kleine Seitenstraße in einem Tempo, das man ihr nicht zugetraut hätte. Noch lange hört man ihre verzweifelten Schreie, die sich irgendwann in den Häuserschluchten verlieren. Arzt und Hyäne aber zucken nur die Schultern und betreten das Gebäude.

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Etwas später .

Die Hyäne liegt auf dem Operationstisch und schlummert nach verabreichter Narkose langsam vor sich hin. Der Doctor, der bereits Mundschutz und Handschuhe übergestreift hat, streicht ihr zärtlich über das langsam nachsprießende und weiche Fell. „Sei nicht traurig mein Guter, es ist für ein höheres Ziel und einen guten Zweck und du wirst es auch ohne deine Männlichkeit gut bei mir haben. Sexualität wird sowieso überbewertet und ich habe immer einen guten Bourbon im Haus. Das ist fast genauso gut!“, sagt er leise. Als dem Tier die Augen zufallen, macht er sich an die Arbeit. Fachmännisch entfernt er die Hoden und vernäht die Wunde wieder. Dann packt er die Hyänentestikel in einen kleinen Pizzabackofen.

 

„Jetzt müssen wir die guten Teile nur noch trocknen und dann sind sie versandfertig. Hoffentlich hält das gute Brubäckerchen noch solange durch unter dem Dolch der holden Gattin. Aber wenn er sie hat, kann er gleich loslegen! Die Wirkung tritt erstaunlich schnell ein. Die Wirkung der tiberischen Hyänenhoden und ihr enormer Metabolismus übertragen sich mit der gleichen Geschwindigkeit auf den Menschen. Und das alles ohne Nebenwirkungen … also bis auf die enorme Potenz und Fruchtbarkeit natürlich. Aber das wollen wir ja!“ Er holt weit aus, lässt den Arm durch den Raum schweifen und spricht in pathetischem Tonfall: „Ich sehe schon in einigen Jahren den aufgehenden Stern der neu entstanden Gesellschaft in großen Leucht-Lettern hier am Broadway flimmern: Die „John-Brubacker-Sons&Daughters Corporation!“ Hunderte junger Halb-Klingonen, die in ihren Raumjägern durch das All streifen, um den Namen des stolzen Vaters in jedem Winkel der Galaxis bekannt zu machen!

Epilog

Arzt und Hyäne sitzen am Abend auf der Couch. Der Doctor ein Glas in der Hand haltend, die Hyäne einen Napf vor sich, beide voll mit Bourbon. Der Televisor flimmert, es laufen die Nachrichten. Die Sprecherin berichtet von einem großen Raumgefecht, an der Grenze zum Vanduul-Raum. Es gab auf beiden Seiten schwere Verluste, aber schließlich konnten die Vanduul dann doch zurückgetrieben werden. Als die Grenzflotte auf dem Rückflug ein havariertes UEE-Schiff barg, ahnungslos was an Bord geschehen war, löste man dadurch wohl, als man das Schiff im Hangar der bergenden Idris öffnete, eine mittelschwere Katastrophe aus. Tausende von Springmäusen und Fröschen ergossen sich an Bord des Trägerschiffes, um sich dann auch dort in rasender Geschwindigkeit zu vermehren. Schiffen, die der Idris zu Hilfe kommen wollten, erging es wohl auch nicht besser. Die massive Verseuchung durch die Tiere hat an Bord der Schiffe zu massiven Schäden geführt. Derzeit treibt die dritte UEE-Grenzflotte manövrierunfähig durch den Raum. Eine Lösung des Problems ist noch nicht in Sicht.

Unklar ist auch, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen der Verseuchung der Grenzflotte und einer ähnlichen Epidemie, die derzeit in New York grassiert. Auch hier kam es zu einer massiven Froschplage. Die Tiere vermehren sich explosionsartig. Sie füllen die Straßen, dringen in die Hochhausbauten und quellen dann wieder aus den überfüllten Wohnungen, wo sie aus den oberen Stockwerken hinunterstürzen.“ Der Doctor schaut hinüber zu der Hyäne, die gerade den Bourbon aus dem Napf schlabbert. „Ist das Chaos dieser Zeit nicht furchtbar! Früher gab es so etwas nicht! Da war alles besser. Ich kann dir sagen Hyäne, das hängt alles mit diesen Computerspielen zusammen! Die jungen Leute hängen nur noch vor den Konsolen und lernen nichts Vernünftiges mehr. Die haben nur noch Unsinn im Kopf. Nicht wie früher zu meiner Zeit. Was Vernünftiges lernen und dann Ordnung und Struktur in die Galaxis bringen!“ Die Hyäne kichert.

 

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